Teil 5

05.11.08

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Beeno sein Senf        Teil V

 

Hallo Leute,

es ist eine lange Zeit vergangen, seit ich mich bei Euch gemeldet und von meinen Erlebnissen erzählt habe. Aber ich habe in den letzten Monaten so viel erlebt, ich hatte einfach keine Zeit, das alles aufzuschreiben. Jetzt, wo wir uns in unserem neuen Haus eingelebt haben, fange ich so langsam an etwas Ruhe zu finden.

Bis kurz vor Weihnachten wisst Ihr ja noch alles. Dieses Fest haben wir Vier noch in unserer alten Wohnung in Rolandswerth verbracht. Es war nicht so schön wie in den letzten Jahren. Überall standen schon gepackte Kisten herum. Herrchen und Frauchen haben der Eyka und mir erzählt, dass wir ja nun bald in unser neues Zuhause ziehen werden. Dazu müssen wir alle Dinge die im alten Haus stehen einpacken und mitnehmen. Ist gut so. Solange die Beiden dass alles einpacken und tragen ist mir das ja egal. Eyka und ich haben natürlich beim Packen geholfen. Wir haben überall unsere Nasen hineingesteckt und überprüft, ob auch das Richtige in den Kisten ist. Wenn wir der Meinung waren, dass irgendetwas da nicht hinein gehört, haben wir es wieder herausgeholt und Herrchen gebracht. Der hat dann immer etwas von einem Metzger und Hundewurst erzählt, ich weiß nicht was er damit meinte. Jedenfalls kann niemand sagen, wir hätten nicht geholfen. Zwischendurch haben wir natürlich auch noch auf dem Hundeplatz trainiert. Frauchen hatte sich vorgenommen, mit der Eyka noch einige Prüfungen zu laufen. Manchmal ist sie dann mit Eyka alleine weg gefahren. Ich konnte dann Herrchen beim Packen helfen.

Dann war es endlich so weit, und wir konnten in unser neues Haus. Eyka und ich haben sofort alles kontrolliert. Beide sind wir zu der Überzeugung gekommen: das haben Herrchen und Frauchen gut gemacht, hier bleiben wir. Zunächst waren wir tagsüber immer im neuen Haus und sind abends wieder nach Rolandswerth gefahren. Das war natürlich ganz schön anstrengend. Herrchen und Frauchen waren auch ganz schön kaputt. Toll war, das meistens immer einer unser Freunde da war und uns geholfen hat Vor allem unser Freund Klaus war fast immer da. Herrchen sagt, ohne den hätten wir das alles nicht geschafft!!!
Frauchen ist dann tatsächlich zwischen all diesem Chaos noch mit mir und Eyka einige Prüfungen gelaufen. Meine Eyka war nicht gut drauf. Ich glaube für die war das alles etwas zu viel. Auch mich hat sie in dieser Zeit kaum geärgert. Sie hat dann schließlich die VPG II geschafft. Bei der Prüfung in Bad Kreuznach bin ich mit 93 Punkten meine zweitbeste Fährtenprüfung gelaufen. Eyka ist leider im Schutzdienst durchgefallen, sie mag es halt nicht, wenn man sie mit dem Stock bedroht. Ist aber nicht schlimm, im Herbst wird sie beim Robert ganz bestimmt die Prüfung bestehen. Der Robert schafft das schon, zu dem haben wir alle
Vertrauen. Zwischendurch war mein altes Herrchen mit seiner Frau Gerda und meiner Schwester Gipsy uns besuchen. Gipsy ist bei der Koblenzer Prüfung eine FH 2 gelaufen. 96 Punkte hat sie bekommen. Hat mich dann triumphierend angeschaut und mit dem Hintern gewackelt. Ich bin vor ihr 91 Punkte in der FH1 gelaufen. Fand das eigentlich ganz gut. Wenn es ihr Spaß macht, soll sie doch diese langen Fährten mit so guten Ergebnissen laufen. Habe ihr aber auch den Tipp gegeben, beim Üben einfach mal auch die nähere Umgebung der Fährte zu untersuchen, das lockert das Ganze doch ungemein auf. Nicht nur das es ganz schön interessant ist, aber mein altes Herrchen mal wütend zu sehen ist doch auch mal was Neues. Habe mittlerweile erfahren, dass sie das auch umgesetzt hat. Ist halt eine gute Schwester.

 So langsam ist in unserem neuen Haus Ruhe eingekehrt. Herrchen sagt zwar, dass noch immer ganz viel zu tun ist, aber man ja nicht alles auf einmal machen muss. Soviel Besuch wie hier in Bandorf hatten wir noch nie. Immer kommt irgendjemand vorbei. Und jeder bringt uns irgendwas zu leckern mit. Einfach super. In unserem neuen Haus haben wir nun mehrere Sofas und Schlafstellen. Also im Esszimmer steht jetzt ein ganz großer Tisch. Da drunter zu liegen ist eine ganz tolle Sache. Vor allem sieht mich da keiner. Wie oft sucht Frauchen mich und ruft nach mir. Ich bleib einfach liegen, soll sie sich doch bücken, dann sieht sie mich schon. Im Arbeitszimmer steht eine große Couch, hier hat jeder seine Ecke. Aber am besten ist es unter dem Dach. Ich muss zwar eine steile Treppe hinauf, aber da oben habe ich meine Ruhe. Das ist mein Lieblingsplatz. Eyka hat in einem Anbau ein eigenes Zimmer bekommen. Toll mit zwei Körbchen direkt vor einer Glastür. Von dort kann sie im Liegen alles beobachten. Sie ist in diesem Zimmer nicht, weil sie so eine tolle Hündin oder sonst was besonderes ist. Nein, sie ist dort, weil sie doof ist. Nachdem wir eine ganze Weile in der Zeit wo Frauchen und Herrchen arbeiten sind, fast das ganze Haus für uns alleine hatten ist nun halt die Eyka in ihrem Zimmer und ich im Rest des Hauses. Nun versuch ich der Eyka ja immer wieder klar zu machen, dass es sich nicht lohnt, irgendwelche Sachen, die Frauchen und Herrchen gehören, kaputt zu machen. Aber sie kapiert es einfach nicht. Dass der kleine Teppich im Flur halt immer kleiner wird, das nehmen die beiden ja mittlerweile hin, aber als die Eyka die aufgeklebten Teppichfliesen von der Treppe gerissen und in alle Einzelteile zerlegt hatte, da war Schluss.

Frauchens Gesicht wurde ganz rot, das ließ nichts Gutes ahnen. Na ja, nun habe ich halt alle Sofas für mich und Eyka ein Körbchen mit Aussicht nach draußen.

 So gut wie in unserem neuen Haus ist es der Eyka und mir noch nie gegangen. Die Tür zum Garten ist immer auf. Am liebsten liegen wir auf dem Rasen. Hier können wir immer zwischen Sonne und Schatten wechseln. Sollte jemand auf unser Grundstück wollen, dann sagen wir immer kräftig Bescheid. Frauchen sagt dann zwar immer, wir sollen die Leute nicht so erschrecken, aber ein bisschen Spaß müssen wir ja nun auch haben.

 In letzter Zeit glaube ich, dass sich bald mal wieder etwas Neues für uns anbahnt. Frauchen und Herrchen wollen unser Rudel erweitern. Da soll wohl wieder so ein kleiner Wurm neu zu uns kommen. Damals als die Eyka zu uns kam hat mich auch keiner gefragt. Plötzlich saß dieser Wurm neben mir im Auto und kam mit nach Hause. Naja, nach einiger Zeit hatte ich mich ja an sie gewöhnt und ich will sie auch heute nicht mehr missen. Aber jetzt schon wieder so etwas, ich weiß nicht, ob das unbedingt sein muss. Wir fahren jetzt immer nach Bad Kreuznach zu der Familie Eberle. Da kommt auch die Dayca von meiner Freundin Claudia her. Die Mama von dem Wurm ist die Celina, die habe ich schon ein paar Mal in Bad Kreuznach gesehen. Die macht einen noch besseren Schutzdienst als ich. Ist schon ein heißer Feger, würde mir auch gefallen. Von der soll nun eine Tochter zu uns kommen. Hummel heißt sie, so wie die ganz alte Hummel bei meinem alten Herrchen. Naja, wenn sie mich halbwegs in Ruhe lässt und mir meine Plätze auf dem Sofa und meine Tennisbälle lässt, dann soll sie kommen, verhindern kann ich es ja sowieso nicht.

 Weil dieser Wurm ja nun in allem besser werden soll als Eyka und ich, wird jetzt schon alles geübt, was man später so mit ihr machen muss. Herrchen und Frauchen fahren jetzt sogar schon auf Hundeausstellungen, wo doch Herrchen immer gesagt hat, „diesen Quatsch mache ich nie mit“. Jetzt steht er da mit so einem Katalog und schreibt alles mit, fragt unseren Haui „wie sind die Zähne, ist der Fang nicht schön breit, die Ohren liegen aber gut“ und tut so als ob er das auch noch alles versteht. Nur ob die auch richtig beißen können, das fragt er nicht mehr. Herrchen verweichlicht richtig, aber das sind immer die Frauen Schuld. Und jetzt soll auch noch eine Dritte in unser Haus. Aber das ist er selber Schuld, ich werde ihm dabei nicht helfen.

 So liebe Leute, jetzt habe ich mal wieder eine ganze Menge geschrieben, bei weitem nicht alles, weil das den Rahmen sprengen würde, aber wir haben ja auch viel in letzter Zeit erlebt. Und die nächsten Wochen werden sicher auch noch ganz aufregend.

 Beim nächsten Mal erzähle ich Euch dann, was dieser Wurm so alles bei uns angerichtet hat. Ich fürchte, ich werde viel schreiben müssen.

 

Bis dahin sagt „Tschüß“

 Euer Beeno

 

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