Teil 4

05.11.08

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Beeno sein Senf         Teil IV

Hallo Leute,

nun ist schon wieder ein Jahr zu Ende gegangen. Es war ein ganz aufregendes Jahr für uns vier vom Rolandsbogen. Gott sei dank sind wir alle gesund geblieben und niemanden ist irgendetwas Schlimmes passiert. Unsere Erlebnisse der letzten Wochen haben uns noch mehr zusammhalten lassen, als wir es sonst schon getan haben. Was das alles war, erzähle ich Euch gleich.

Zunächst habe ich natürlich wieder viel trainiert. Ich bin dann noch eine Fährtenprüfung in Bad Kreuznach gelaufen. Ehrlich, ich wollte wirklich nicht die Sau machen und Frauchen und den Robert so enttäuschen. Ich bin gut gestartet und hatte alles im Griff. Aber als ich  auf dem dritten Schenkel war, da war doch rechts so ein großer Haufen Erde und der roch so gut. Auch wenn ich nicht wollte, ich musste einfach dahin. Na ja, und wenn ich dann schon einmal von der Fährte weg  war, da konnte ich doch auch das Drumherum noch untersuchen. Hat ja nun auch wirklich nicht so lange gedauert. Aber als ich doch da plötzlich das weiße Gesicht von Frauchen gesehen habe, da fiel mir wieder ein, dass ich doch eigentlich versprochen hatte, nie mehr die Sau zu machen. Bin dann auch sofort auf die Fährte zurück. Am Schluss kam der Richter nur auf  80 Punkte, mein schlechtestes Ergebnis. Aber der Richter hat dann zu Frauchen gesagt, das es doch toll ist, wenn man sich so auf seinen Hund verlassen kann, ein Hund der so kämpft und nie aufgibt, solch einen Hund den gibt es ganz selten. Siechste Frauchen, irgendwie kannst Du halt doch stolz auf mich sein.

Im Training war ich dann ein paar Mal mit Herrchen auf dem Platz. Haben so ein bisschen Pille Palle gemacht. Herrchen hat sich gemüht, aber wir beide sind sicher überall ein gutes Team, nur nicht auf dem Hundeplatz. Frauchen hat dann sehr mit Herrchen geschimpft. Der Hund nimmt dich nicht ernst, der macht was er will, setzt dich endlich mal durch. Herrchen hat es nun aufgegeben mit mir zu arbeiten. Er meint dass das keinen Sinn macht. Also sicher hat unser Herrchen der Eyka und mit etwas zu sagen, aber nun wirklich auch nur etwas. Denn schließlich liegt er doch mit uns auf derselben Couch. Und wenn ich mich auf seinen Platz lege, dann setzt er sich halt daneben. Mein Beeno darf das, sagt er dann immer wenn Frauchen sagt, schmeiß den Hund von der Couch. Also ist er doch eigentlich ein gleichberechtigtes Mitglied in unserem Rudel. Vielleicht nur mit dem Unterschied, das er Frauchens Befehle schneller und korrekter ausführt als ich. Ich denke mal, er ist so etwas wie unser Vorarbeiter. Er besorgt das Essen, die Leckerchen und liest uns alle Wünsche von der Schnauze ab. Sonntags darf er sich so gar sein Frühstücksei mit uns teilen.

Aber nun zu dem was unser aller Leben innerhalb von vier Wochen so verändert hat.

Jeden Dienstag und jeden Mittwoch kommt unser Frauchen mittags zu uns nach Hause um mit mir und der Eyka spazieren zu gehen. So auch an diesem berühmten Dienstag vor ein paar Wochen. Als wir von unserem Spaziergang zurückkamen, war der "Weltmeister" mit einem großen Messer im Gebüsch vor unserem Haus am arbeiten. Der "Weltmeister" ist der Stiefvater von Frauchen. Herrchen nennt ihn "Weltmeister", weil der alles kann, vor allem immer besser als alle anderen. Auch ist er der einzige, der alles richtig macht. Also wirklich ein richtiger "Weltmeister". Frauchen hat ihn gefragt was er denn da so macht. Ich suche die Grenzsteine, das Haus wird verkauft. So, und wann hättest Du uns das gesagt? Na halt dann wenn es soweit ist. Geht man so mit der Tochter seiner Frau um? Leider war er zu weit weg, sonst hätte ich das gleich mit ihm geklärt. Also, ich hab den ja eigentlich nie gemocht. Er war mir immer egal. Das interessanteste an ihm waren, wenn er ohne Schuhe auf seinem Sessel lag, seine Strümpfe. Wenn du an denen gerochen hast, da konntest Du eine ganze Wochenzeitung lesen. Herrchen sagt, das er ja eigentlich ein armer Mensch ist. Ein Mensch der keine Freunde hat, kann halt auch nicht glücklich sein.

Abends haben wir vier dann überlegt was wir nun machen sollen. In diesem Haus noch lange bleiben, das kam für uns überhaupt nicht mehr in Frage. Als dann ein paar tage später der "Weltmeister" sich kurz bei Frauchen meldete "das Haus ist beim Makler, der meldet sich bei Euch, Tchöö" war klar, es muss eine schnelle Entscheidung getroffen werden. Mieten oder kaufen, der erweiterte Familienrat mit Tante Ute und Herrchens Eltern entschied: Kaufen. Nun wurden Zeitungen gewälzt und viel telefoniert. Zweimal wurde ein Haus angesehen. Einmal war das Haus zu schlecht, einmal zu teuer. Dann kam der Samstag, der uns alle glücklich machte. In Oberwinter-Bandorf, nur ein paar Kilometer von uns entfernt da gab es ein Haus zu verkaufen. Irgendwann hat einmal einer beschlossen, dieses Haus für uns zu bauen, so jubelten Frauchen und Herrchen. Die Entscheidung viel sofort, wir können es bezahlen und besser kann es für uns gar nicht gebaut sein. Die Familie Dreesen, die das Haus an uns verkauft hat, sind ab sofort unsere Glücksbringer. Denn soviel Glück, wie wir hier hatten, soviel Glück steht eigentlich niemand in einem Leben zu. Das wir das geschafft haben, dabei haben uns einige ganz, ganz liebe Menschen geholfen, denen werden wir immer dankbar sein. Im Leben gleicht sich alles aus und man bekommt immer die Chance Gutes gut zu machen. Herrchen meint, dass wir dies alles auch Frauchens  Opa zu verdanken haben. Der ist im Sommer ins große Regenbogenland gegangen, er fehlt uns allen sehr. Herrchen sagt, der hat es nicht zugelassen, dass jemand seine Steffi so behandelt. Er hat für unser Glück gesorgt. Ich bin ganz sicher, dass dies so ist

Nun freuen wir uns auf den März nächsten Jahres, dann werden wir unser neues Zuhause beziehen können. Hoffentlich haben wir vier die Möglichkeit dort noch viele Jahre glücklich und gesund zu leben.

All unsere Erlebnisse im letzten Jahr haben mal wieder gezeigt, das man alles was auf einen zukommt bewältigen kann, wenn man gute Freunde hat. Wenn es Freunde gibt, auf die man sich verlassen kann und die immer zu einem stehen. Wir haben das Glück viele davon zu haben. Dafür sagen wir Danke Schön und wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes und gesundes Jahr 2004.

Und bleibt bitte unsere Freunde

Das wünscht sich vom ganzen Herzen                          Euer Beeno

 

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