Teil 3

05.11.08

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Beeno sein Senf           Teil III

Hallo Leute,

seit dem letzten Mal, als ich Euch von meinen Erlebnissen erzählt habe, ist eine ganze Menge passiert. Es war eine sehr aufregende Zeit und wir Vier vom Rolandsbogen haben viel Spaß gehabt.

Als erstes hatten wir ein Treffen weißer Boxer besucht. Das Treffen fand in Issum statt. Lauter weiße Kolleginnen und Kollegen habe ich da kennengelernt. Eine Frau kam mit zwei weißen Kollegen. Da fingen alle an zu tuscheln. Sie ist da, sie ist tatsächlich gekommen haben vor allem die Männer geflüstert. Herrchen sagte, diese Frau heißt Dolly Buster. Wie kann man nur auf solch einen Namen hören. Herrchen hatte einige Kommentare drauf, die unser Frauchen gar nicht gut fand. Ich hab dann Herrchen gefragt warum die Dame immer so weit nach vorne gebeugt geht. Herrchen erzählt irgendetwas von Silikon oder so und dass er mir das einmal genau erklärt wenn Frauchen nicht in der Nähe ist. Ansonsten war es interessant und nett, nur verstehe ich nicht was die alle so ein Theater wegen der Farbe machen. Also einmal so ganz unter uns Rüden, mir ist es doch egal ob die Hündin gelb, gestromt oder weiß ist. Läufig muss sie sein.

 

Danach haben wir uns auf einen Wettkampf vorbereitet. Dafür sind wir nach Bad Kreuznach zum Üben gefahren. Wir Koblenzer sind da mit drei Mannschaften angetreten. Eyka war mit Berti und Yosie in einer Mannschaft, ich mit Kleo und Attila. Es war der Landesgruppen-Pokalkampf Rheinland-Pfalz. Also, als meine Eyka mit Frauchen die Unterordnung gelaufen ist, haben alle gejubelt und die beiden umarmt. 92 Punkte, die habe ich zwar nie bekommen, aber deshalb so ein Theater zu machen ist ja doch etwas übertrieben. Ich mußte den ganzen Tag warten. Der Arno hatte für mich die letzte Startnummer gezogen. Darüber war ich richtig sauer, musste mir die ganzen anderen Starter ansehen und anhören. Als die dann mit dem Schutzdienst anfingen, war ich richtig geladen. Dann kam ich endlich ran, Leute zu Kompromissen war ich nicht mehr bereit und dieser Helfer hat mir nun wirklich nicht imponiert. Frauchen bekam mich kaum gehalten. Dann habe ich denen allen gezeigt, was so ein alter Mann wie ich noch kann. 93 Punkte, bester Schutzdienst der Veranstaltung, Ehrenpokal der Landesgruppe. Zufrieden habe ich mich in meine Box verzogen. Es war ein guter Tag.

Zwischendurch gehen wir natürlich weiter Fährten. Einmal in der Woche mit Tanja, da kann ich die Sau machen, das ist Spaß und einmal mit meinem Robert, das ist Ernst. Der versteht keinen Spaß und weil ich das weiß, reiss ich mich halt am Riemen. Da habe ich letztens so gut gesucht, das Frauchen und Robert beschlossen haben, mir die VPG-Prüfungen ab sofort zu ersparen und mich nur noch Fährten suchen lassen. Keine Wand mehr, nicht mehr über die doofe Hürde springen, damit war ich sofort einverstanden.

Dann haben wir Vier was ganz Tolles erlebt. Wir sind nach Borkum gefahren. Erst mit dem Auto bis Eemshaven, dann mit dem Schiff über die Nordsee. So was wie die Eyka am Strand habe ich noch nie erlebt. Die ist ja vollkommen ausgeflippt. Nur gerannt, gesprungen, gebuddelt und sich gefreut. Hab mich mit ihr gefreut und bin auch ein paar Mal mit gerannt und getobt. Viel lieber laufe ich aber meinen eigenen Stiefel runter, buddele und schnüffele da wo ich will und lasse mir viel, viel  Zeit dabei. Bin ja schließlich auch im Urlaub. Insgesamt haben die anderen Drei das Ganze ein wenig übertrieben, dauernd sind die irgendwo hingelatscht und ich mußte immer mit. So richtig ausschlafen konnte ich eigentlich nicht, aber zu Hause bleiben wollte ich natürlich auch nicht.

Als wir dann wieder zu Hause waren begann Frauchen mit ihrer Prüfungshektik. Wir waren noch gar nicht richtig zu Hause, da musste ich schon wieder eine Fährte laufen. Da hatte der Robert tief in seine Trickkiste gegriffen. Die machen jetzt so einen Quatsch mit Bögen und spitzen Winkeln, meinen das müßte ich für die FH2 können. Meinetwegen, auf der Fährte können die mich so schnell mit nichts schocken. Ich habe dann Roberts Fährte abgesucht, im Bogen um einen Misthaufen, durch Zäune durch, zweimal übern Weg usw. Bitte, wenn die das wollen, bei den Zäunen mussten die sich ja bücken und nicht ich. Hab alles gefunden und bin sicher bei meiner Leckerdose angekommen. Die beiden haben sich dann  wieder nicht eingekriegt wie toll ich das gemacht hätte. Frauchen mußte dann gleich wieder die Einschränkung machen, das ich das auf der Prüfung sicher nicht so gut hinbekomme, sicher wieder irgendeinen Klops auf Lager haben werde. Und das habe ich mir diesmal natürlich gemerkt. Immer wieder zweifelt sie meine Klasse an.

Jetzt am Sonntag war dann endlich Prüfung. Ich mußte wieder einen halben Tag warten. Erst waren die VPGler dran  Auch meine Eyka. Sie hat zum ersten Mal an der VPG teilgenommen und sofort bestanden, 97 Punkte in der Fährte, 83 Punkte in der Unterordnung und 96 Punkte im Schutzdienst. Bei ihrer ersten Prüfung gleich mehr Punkte als ich jemals bekommen habe, Respekt, Respekt. Dafür wird sie halt nie eine FH1 schaffen. Dann war ich endlich dran. Der Arno hatte mir die Fährte getreten. Die ersten zwei Drittel habe ich wie ein Weltmeister gesucht. Dann habe ich den Kopf gehoben und in die zufriedenen Gesichter gesehen. So mein liebes Frauchen, wie war das mit den Einschränkungen und dem Orakel. Jetzt laß ich dich mal Recht haben. Ein leichter Schwenk von der Fährte nach rechts, ein knappe Leinenlänge lang, im Halbkreis um Frauchen auf die Fährte zurück und weiter suchen, so als ob nichts passiert wäre. Leute, wie man mit so einer kleinen Einlage alle Beteiligten schocken kann, ihr könnt es Euch nicht vorstellen. Am Schluss gab es sogar noch 90 Punkte dafür, da seht ihr mal wie gut ich bin. Frauchen schimpfte über mich, 97 Punkte hätten es ohne meine Einlage sein können. Aber mal ehrlich, wäre doch langweilig gewesen. Ich kann mir das ja auch nur auf der Prüfung erlauben, Frauchen ist dann 10m mit der Leine von mir weg und der Richter achtet darauf dass sie auch dahinten bleibt. Nach der Prüfung wurden der Robert und Frauchen dann ernst, sie wollen sich diesen Ungehorsam nicht mehr von mir bieten lassen. Vielleicht habe ich ja doch etwas übertrieben. Na ja, ich lass das mal alles auf mich zukommen. Frauchen hat das alles dann auch noch meinem alten Herrchen, dem Wolli, erzählt, und das Schlimme ist, der gibt ihr Recht. Dass der mir nun auch noch in den Rücken fällt, dass habe ich wirklich nicht gedacht.

Nun liege ich hier bei meiner Tante Ute, Frauchen ist arbeiten und Eyka bei Herrchen im Büro. Habe mir mein Notebook mitgenommen, um hier nun meine Erlebnisse aufzuschreiben, damit Herrchen sie wieder auf unsere Homepage setzen kann. Hier bei Tante Ute schreibe ich am liebsten. Sie bringt mir das Wasser an meine Decke, es gibt jede Menge Frolic und Fleischwurst mit Knoblauch. Seit neuestem darf ich auch auf den Sessel mit dem weißen Fell, da liegt es sich wie auf einer Wolke.

So, nun mache ich Schluß, und warte in aller Ruhe ab, was der Robert und mein Frauchen sich so für mich ausgedacht haben. Auf alle Fälle melde ich mich noch einmal vor Weihnachten bei Euch um Euch allen dann alles Gute zu wünschen

Bis dahin sagt Tschüß

Euer Beeno

 

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