Beeno sein Senf, Teil 1
Hallo
Leute,
Herrchen hat
mir gesagt, ich müsste ab sofort irgendetwas Intellektuelles leisten, damit
ich mir mein tägliches Essen auch verdient habe. Er meint, dass ich ab
sofort hier regelmäßig meinen Senf dazutun soll.
OK, dummes Zeug
reden habe ich ja ausreichend von Herrchen gelernt, kann ja nicht so schwer
sein, sonst würde der das ja nicht dauernd tun (soeben wurde die Portion
Fleisch überm Futter für drei Tage gestrichen, so ist er eben)
Also, ab heute
kann die ganze Welt über World Wide Net erfahren, dass ich Beeno von der
Friedeburg bin und dass ich mit meinen drei WG-Genossen in Rolandswerth
wohne. Das ist schon eine tolle Sache.
Dieses
Wochenende war ich mit Steffi alleine unterwegs. Wir waren auf einem Seminar
in Sinzig. „Frauen im Schutzdienst“, die ziehen tatsächlich diese Hose und
den Arm an. Also Herrchen würde jetzt sicher sagen, ohne Hose sehen die
besser aus. Damit hat er auch Recht. Unsere Freundin Tanja war natürlich
auch dabei. Die ist immer bei so was dabei und natürlich hat die sich auch
die Hose angezogen. Ich bin dann zu ihr auf den Platz und habe mich gefreut.
Das war aber nicht gefragt, ich sollte beißen. Habe ich dann auch gemacht.
Natürlich ganz vorsichtig, damit meiner Tanja nichts passiert. Hat sie aber
für´s Erste mal ganz gut gemacht, aber ohne diese Hose gefällt sie mir
besser und immer so vorsichtig beißen kann ich ja nun auch nicht. Besser
ist, sie geht mit uns weiter Fährten. War aber insgesamt ein tolles
Wochenende für mich.
Montags bin ich
jetzt immer bei Tante Ute. Frauchen bringt mich morgens hin, Herrchen holt
mich abends ab. Das ist wie im Paradies. Ich bin den ganzen Tag der
Mittelpunkt. Alles was ich will bekomme ich auch.
Wenn
sie mal was anderes zu tun hat, dann fang ich einfach an zu jammern. Hilft
sofort, die Streicheleinheiten sind gesichert. Frolic gibt es immer eine
ganze Hand voll, nicht wie bei Herrchen, eins und dann muss ich mir das auch
noch mit Eyka teilen. Die hat mich übrigens an dem Wochenende wo ich mit
Frauchen unterwegs war vermisst. Hat vor Freude Purzelbäume geschlagen als
ich abends wieder da war. Herrchen hat also doch Recht wenn er immer sagt,
dass man sich bei den Frauen schon mal was rar machen muss, damit sie wissen
was sie an einem haben.
Freitag waren
wir das erste Mal nach der großen Hitze wieder Fährten. Endlich wieder auf
Acker. Wie immer hat Herrchen die Fährte für mich getreten. Hat er ganz
schön schwer gemacht, war aber OK. Frauchen hat mir natürlich wieder nichts
zugetraut. Ist zu schwer, er hatte eine lange Pause, das erste Mal auf
Acker, also das übliche Gejammer. Der hab ich’s gezeigt. Als Erstes hab ich
sie mal wieder anständig geschockt. Direkt am Anfang der Fährte hab ich mich
geschüttelt und versucht hinzulegen. Da kriegt die immer einen Anfall und
wird ganz weiß im Gesicht. Aber dann hab ich ernst gemacht, alle Winkel
genommen, alle Gegenstände verwiesen, sogar das Holz. Am Schluss hat
Frauchen gejubelt und mich ganz toll gelobt. Dann bin ich zur Tanja, wollte
ja wissen was sie von meiner Leistung so gehalten hat. Das war erste Sahne,
ihr fachmännischer Kommentar. Also Frauchen, das nächste Mal nicht jammern,
sondern einfach Deinem Beeno vertrauen.
So liebe Leute, das wär’s für`s Erste, demnächst gibt es mehr
über uns vier vom Rolandsbogen und zwar nur hier in diesem Programm.
Bis dahin
Tschüß
sagt Euer
Beeno